Salesianer beim diözesanen "Tag des geweihten Lebens"

Es ist gute Tradition geworden, dass sich zu Mariä Lichtmess die Ordensleute der Diözese treffen. Sie wurden ermutigt, ihre Berufung entschieden zu leben. An der Feier nahmen auch Salesianer unserer Pfarre teil.

Den diözesanen „Tag des geweihten Lebens“ für Ordensleute feierte heuer erstmals Diözesanbischof Alois Schwarz mit, Gastgeberinnen waren die Franziskanerinnen von Amstetten. Bischof Schwarz würdigte die Ordensleute für ihr Apostolat und für ihren Einsatz in den Schulen, in den Pfarren oder im Gesundheitsbereich. Gleichzeitig erinnerte er daran: „Durch die Taufe sind alle Menschen Gott geweiht.“ In Amstetten kamen hauptsächlich Ordensfrauen von verschiedenen Gemeinschaften zusammen, sie erneuerten dabei ihre Gelübde.

Zum Thema „Berufung – Ruf Gottes zur Freiheit in Liebe“ ermutigte Moraltheologe und Psychotherapeut Prof. Georg Beirer, der viele Impulse gab. Gott rufe zum Leben in Fülle und wir müssten uns entscheiden. Berufung heiße, eine Antwort auf die Liebe Gottes zu geben. Ordensleute würden keine Sonderberufung von Gott erhalten, aber es sei eine andere Qualität. Grundsätzlich seien wir alle zur Beziehung zu Gott berufen. Beirer empfahl, jene Entscheidung, die wir treffen – ob zum Ordens-, Priester- oder Familienstand – entschieden und konsequent zu leben. Berufung sei nicht statisch, sondern immens dynamisch, das bleibe eine lebens­lange Aufgabe. Er habe viele sterbende Ordensleute begleitet, die meisten hätten auch am Ende ihres Lebens noch „Ja“ gesagt zu ihrer Berufung.

„Gastgeberin“ Generaloberin Sr. Franziska Bruckner freute sich über die gute Atmosphäre bei dem Treffen: „Es waren Begegnungen, die erfüllen können für den Alltag.“ Sie gab aber auch bekannt, dass die „Gemeinschaft der Franzis­kanerinnen Missionarinnen Mariens“ (FMM) heuer zum letzten Mal am diözesanen Treffen teilnehmen, da die elf Schwestern von Seitenstetten demnächst nach Wien übersiedeln werden.

293 Ordensleute in der Diözese

In der Diözese St. Pölten gibt es 17 männliche Ordensgemeinschaften mit 183 Ordensange­hörigen und acht weibliche Ordensgemeinschaften mit 110 Ordensangehörigen. 126 Ordensangehörige sind in der Pfarrseelsorge und in der kategorialen Seelsorge tätig, weitere 27 arbeiten in den 27 Ordensschulen mit ihren über 5200 Schülern im Gebiet der Diözese; mehrere sind im Gesundheits- und Pflegebereich tätig. Dazu kommen Ordensleute, die kontemplativ leben.